Humanitarian Intelligence and Diplomacy without Territory
The Holy See, the Sovereign Order of Malta, and the Protection of Religious Migrants in Europe
DOI:
https://doi.org/10.5282/nomokanon/362Schlagworte:
Holy See, Sovereign Order of Malta, MigrantsAbstract
Dieser Beitrag stellt das kollaborative Modell des kanonischen Rechts und des humanitären Völkerrechts als Projekt künftiger Zusammenarbeit zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Souveränen Malteserorden zum Schutz vulnerabler religiöser Migrantinnen und Migranten in Europa vor. Er untersucht, wie ihre jeweils eigenständigen Rechtspersönlichkeiten, diplomatischen Positionen, kirchlichen Netzwerke und humanitären Kapazitäten die staatszentrierte Migrationsverwaltung und die Asylsysteme der EU ergänzen könnten. Auf der Grundlage des Völkerrechts, des kanonischen Rechts, des ius melitense und des EU-Asylrechts zeigt der Beitrag Lücken beim Schutz religiöser Migrantinnen und Migranten auf, insbesondere bei der Bewertung religiöser Identität und von Konversionen. Er untersucht drei Kooperationsbereiche: humanitäre Hilfe und Zugang, diplomatische Koordinierung und Vermittlung sowie die begrenzte Verwendung pastoraler Aufzeichnungen als ergänzende Beweismittel. Epikeia, phronesis und salus animarum bilden die normative Ausrichtung des Modells. Er bietet eine erste Kartierung seiner rechtlichen Grundlagen, institutionellen Möglichkeiten und Schutzvorkehrungen, ohne den Anspruch zu erheben, die aufgeworfenen Fragen erschöpfend darzustellen oder einen vollständigen Umsetzungsplan vorzulegen.
